07.04.2015 | News

Krankheiten und Infektionen an der Atemluft erkennen

Lehr- und Forschungszentrum „Process Analysis & Technology“ ist Aussteller auf der Hannover Messe 2015

Die Forschungsgruppe entwickelt ein Kopfkissen, das anhand der menschlichen Atemluft hilft, Krankheiten zu diagnostizieren. Foto: Hochschule Reutlingen

Juliane Schreinert

Kommenden Montag startet mit der Hannover Messe die weltweit größte Industriemesse. Vom 13. bis zum 17. April widmen sich dem Thema Industrie 4.0 mehr als 6.000 Aussteller– darunter auch das Lehr- und Forschungszentrum „Process Analysis & Technology“(PA&T) der Hochschule Reutlingen.

Das PA&T-Zentrum stellt auf der Hannover Messe Lösungen für die industrielle Prozessanalytik der Industrie 4.0 vor. Der Fokus liegt dabei auf der Prozessgas- und Atemluftdiagnostik. So entwickelt das Forscherteam um Prof. Dr. Jörg Ingo Baumbach beispielsweise ein Kopfkissen mit integrierter Sensorik zur Atemluftüberwachung. Dieses kann anhand eines integrierten Ionenbeweglichkeitsspektrometers Veränderungen im menschlichen Atem messen und so helfen, Krankheiten wie Krebs, Infektionen oder Blutvergiftungen zu diagnostizieren.

Der Einsatz eines solchen Materials könnte zukünftig nicht nur in OPs und Intensivstationen, sondern auch im heimischen Gebrauch die frühzeitige Erkennung von Warnsignalen des menschlichen Körpers und dementsprechenden Krankheiten oder Stoffwechselveränderungen unterstützen.

Dieses und weitere Forschungsprojekte präsentiert das Lehr- und Forschungszentrum Process Analysis & Technology der Hochschule Reutlingen bei der Hannover Messe in Halle 2, Research & Technology, Gemeinschaftsstand Baden-Württemberg (Stand 18).