23.05.2019 | News

Zugewinn für Forschung und Lehre der Fakultät Angewandte Chemie

Laborausstattung mit Partikelmessgerät der CHT Germany GmbH erweitert

Studierende arbeiten bereits mit dem neuen Partikelmessgerät. Foto: Hochschule Reutlingen.

Maren Haldenwang

Das Sensortechniklabor der Fakultät Angewandte Chemie an der Hochschule Reutlingen hat Verstärkung bekommen. Für die Ausbildung der Studierenden steht dort nun das Granulomètre Partikelmessgerät, das die CHT Germany GmbH mit Sitz in Tübingen für die Lehre und Forschung zur Verfügung gestellt hat.

Partikel zu messen ist aufgrund der Größe der Teilchen und ihrer Verteilung eine mess-technische Herausforderung. Die Bestimmung der Partikeleigenschaften ist für die Forschung ein wichtiger Aspekt. Partikel sind Teilchen, die fest oder flüssig sind. Daher eignen sich dispergierte Feststoffe oder Emulsionen, also Flüssigkeiten, die eine Konsistenz von Milch haben, als Proben. Die Eigenschaften von Partikeln wirken sich auf die Beschaffenheit von Gegenständen direkt aus. Für verlässliche Messwerte setzt die Hochschule Reutlingen bisher das Rasterelektronenmikroskop, kurz REM, ein. Eine Methode, die exakte Ergebnisse liefert, aber mehrere Stunden dauern kann.
Mit dem neuen Partikelmessgerät, das seit kurzem im Sensortechniklabor steht, lassen sich Größe und Verteilung der Teilchen in der Probe vollautomatisch ermitteln. Der entscheidende Vorteil des Messgeräts liegt darin, dass im Vergleich zum Rasterelektronenmikroskop die Messungen sofort Ergebnisse liefern. Dies macht eine At-line Überwachung bei der Herstellung von Partikeln möglich. Die einfache Bedienung des Geräts, die kurze Analysezeit von wenigen Minuten und eine vollautomatische Auswertung erlauben es, die Ergebnisse mit den Werten aus dem REM zu vergleichen und dienen der Kontrolle des zuvor ermittelten Zahlenwerts. Dass es nun zwei unterschiedliche Methoden zur Ermittlung von Partikelgrößen an der Hochschule gibt, ist somit ein großer Zugewinn für die Forschung und Lehre in der Angewandten Chemie.
Einer Hochschulkooperation hat die Fakultät Angewandte Chemie es zu verdanken, dass das Tübinger Unternehmen der Fakultät das Partikelmessgerät überlassen hat und jetzt für die Forschung und Ausbildung der Studierenden zur Verfügung steht.