23.04.2015 | News

Zuckersüß und bärenstark

Girls’Day an der Hochschule Reutlingen

Im Labor der Angewandten Chemie experimentierten die Schülerinnen beim Girls’Day mit Gummibärchen. Fotos: Hochschule Reutlingen/Schreinert

Juliane Schreinert / Jessica Klab

Mit Gummibärchen im Chemielabor experimentieren oder das Filmen und Fotografieren in der Informatik lernen – für 25 Schülerinnen im Alter von 12 bis 15 Jahren gab es beim heutigen Girls`Day an der Hochschule Reutlingen Einblicke in die technisch-naturwissenschaftlichen Studiengänge.

Dass Kohlenhydrate süß und gleichzeitig bärenstark sein können, lernten die Schülerinnen an der Fakultät Angewandte Chemie. Im Labor experimentierten sie mit Gummibärchen und stellten fest, dass Zucker brennen kann, wenn er mit Asche bedeckt ist. Ein paar Gebäude weiter waren die jungen Medien- und Kommunikationsinformatiker los: Einige Schülerinnen zogen mit der Kamera über den Campus, andere gestalteten eine Webseite oder brachten Roboter zum Tanzen.

Eins hatten alle Mädchen gemeinsam: Spaß beim Hineinschnuppern in die MINT-Fächer. „Es gibt noch immer Studiengänge, die als klassische Männerstudiengänge angesehen werden“, erklärt Jessica Klab, Gleichstellungsreferentin der Hochschule Reutlingen. „Gerade bei den technisch-naturwissenschaftlichen Fächern sind Frauen oft weiterhin unterrepräsentiert, was schade ist, da Absolventen in diesen Bereichen meist sehr gute Berufsaussichten haben“.

An der Hochschule Reutlingen ist in dieser Hinsicht jedoch eine erfreuliche Entwicklung zu beobachten: Die MINT-Fächer sind bei Frauen in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Während im Wintersemester 2009/2010 nur ein Fünftel der Informatikstudierenden weiblich war, sind es heute fast 30 Prozent. In der Technik konnte der Frauenanteil mehr als verdoppelt werden (von 5 Prozent auf 13 Prozent) und an der Fakultät Angewandte Chemie ist mittlerweile gut die Hälfte der Studierenden weiblich.