08.03.2018 | News

Produktqualität garantiert – Anwendertreffen IMS an der Hochschule

Die Fakultät Angewandte Chemie durfte rund 70 Vertreter aus der Forschung zum 7. Anwendertreffen zur Ionenmobilitäts-spektrometrie begrüßen.

Foto: Hochschule Reutlingen

Maren Haldenwang

Prof Dr. Jörg Ingo Baumbach von der Fakultät Angewandte Chemie der Hochschule Reutlingen begrüßte die Teilnehmenden zum Anwendertreffen, das ein breites Spektrum an Fachvorträgen bot.

Mit der Ionenmobilitätsspektrometrie lassen sich organische Verbindungen identifizieren. Das Analysematerial wird dann in einem Chromatogramm ausgegeben und kann somit quantifiziert werden. Seit 35 Jahren kommt das Verfahren bereits zum Einsatz.

Die Hochschule Mannheim nutzt zum Beispiel die IMS für die Pollenanalyse von Honig. Diese ist damit schnell und kostengünstig durchzuführen. Drei unterschiedliche Honigsorten mit ihren einzigartigen Aromen wurden dann durch eine Clusteranalyse im Modell sichtbar gemacht. Für Philipp Weller liegt der größte Vorteil der IMS, im Gegensatz zur Kernspinresonanz, die die Daten zu optimistisch bewertet, im geringen Probenvorbereitungsaufwand.

Für die honigproduzierende Industrie kann die IMS ein ergänzendes Tool zur Qualitätssicherung sein, vor allem auch, wenn es um ökologische Produkte gibt. Die Identifizierung von vollsynthetischen Honigen, wie sie bereits aus dem asiatischen Raum importiert wurden, ist durch die IMS effizient möglich.

Auch bei den Liquids für E-Zigaretten wird die IMS zur Qualitätskontrolle der eingesetzten Rohstoffe und zur Sicherung der Produktqualität zu Hilfe genommen. Frau Stefanie Sielemann von der Hochschule Hamm-Lippstadt erläuterte, wie durch die IMS bestimmte Komponenten in den Liquids nachgewiesen werden. Vorgestellt wurden erste Ergebnisse, die mit einem hochauflösenden GC-IMS System gewonnen wurden. Hintergrund für die Analyse ist die Ermittlung von verbotenen Inhaltsstoffen in den Liquids, die zumeist im asiatischen Raum produziert werden.

Die Fakultät für Angewandte Chemie der Hochschule Reutlingen ist selbst seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Ionenmobilitätsspektrometrie tätig. Als Gastgeber des diesjährigen Anwendertreffens unterstreicht die Hochschule Reutlingen ihren Anspruch ein wichtiger Partner in der Forschung zu sein.