02.07.2018 | News

Kompetenzzentrum Swagelok öffnet für unsere Master-Studierenden die Türen

Der erste Schritt bei jeder Untersuchung in einem analytischen Labor ist die Probennahme. Nur die Kombination aus richtiger Probennahme und richtiger Analyse ergibt dann ein aussagekräftiges Analyseergebnis. Das schauten sich Studierende bei einer 3-tägigen Exkursion genau an.

Foto: Hochschule Reutlingen / Rebner

Karsten Rebner; Maren Haldenwang

Für die beiden Masterstudiengänge Process Analysis & Technology Management (PATM) und Angewandte Chemie hat Prof. Dr. Rebner eine Exkursion zum Unternehmen Swagelok in der Nähe von Karlsruhe veranstaltet. In drei Tagen haben die Studierende tiefe Einblicke in den Aufbau von Probeentnahmesysteme und auch deren Anforderungen an die Prozessindustrie kennengelernt.

Im Rahmen von Vorträgen aber auch praktischen Versuchen an der Prozesswand von Swagelok, durften die Studierenden selbst erfahren, wie lange es dauern kann, bis eine Prozessprobe am Analysator angelangt ist. Die Studierenden lernten, dass bei einem falschen Aufbau die Antwortzeit am Sensor mehrere Minuten dauern kann. Das darf in der industriellen Praxis nicht sein, weil es bei chemisch oder biologischen industriellen Prozessen um eine schnelle Bereitstellung von qualitätsrelevanten Informationen geht. Nur durch optimierte Prozesse kann eine konstante Produktqualität oder die Einhaltung von Umweltauflagen erfüllt werden.

Ein weiterer Lerninhalt der Exkursion behandelte die Schritte vor der eigentlichen Analyse. Die Studierenden erfuhren, dass für den Berufsalltag neben den reinen Fachkenntnissen der Prozessanalytik auch ein technisches Verständnis für die Entnahmesysteme der Proben sehr wichtig ist. Nur so lässt sich die Probe fehlerfrei messen. Auch standen Themen wie Industrie 4.0 auf dem Programm und es wurde diskutiert, wie Daten von Messsystemen und deren Schnittstellen dabei helfen können, vorausschauende Instandhaltungsmaßnahmen für die Geräte zu entwickeln.

Marc Zerrer, Studierender im PATM-Master, erzählt, dass in den drei Tagen sowohl theoretisch als auch praktisch wichtige Grundlagen und Methoden der industriellen Probenahme-Technologie vermittelt wurden. Für ihn steht fest: „Das Highlight der Exkursion war auf jeden Fall die praktische Übung, in der wir Teilnehmer gemeinsam einzelne Module und Abschnitte einer Leitung zur Probenahme aufbauen durften.“ Alle Teilnehmer waren sich einig, dass diese Tage sehr lehrreich waren.