Datum: 28. - 29.10.2019
Uhrzeit: 09:00 - 17:30 Uhr
Veranstaltungsort : Hochschule Reutingen, Senatssaal, Geb. 5, Raum 003
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28. - 29.10.2019 / 09:00 Uhr | Event

Deutsch-chinesischer Workshop für Biotechnologie

Am 28. und 29. Oktober findet an der Hochschule Reutlingen zum ersten Mal der deutsch-chinesische Workshop für Biotechnologie statt. Der Workshop wird abwechselnd jedes Jahr in China und Deutschland organisiert und ist für die Wissenschaftler der Biotechnologie in Baden-Württemberg und der Provinz Jiangsu in China bereits eine Tradition.

Nach den Workshops in Nanjing China, am Karlsruher Institut für Technische Biologie (KIT) und an der Universität Hohenheim wird der Workshop in diesem Jahr von der Fakultät  Angewandte Chemie der Hochschule Reutlingen in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Technische Biologie am KIT und dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen (NMI) ausgerichtet. Die Technische Biologie am KIT befasst sich mit der Nutzung von Bakterien, Hefen, Pilzen sowie daraus isolierten Enzymen zur Produktion verschiedener Stoffe. Das NMI betreibt anwendungsorientierte Forschung an der Schnittstelle von Bio- und Materialwissenschaften und ist sehr etabliert im Bereich Biotechnologie und Materialwissenschaften.

Die Professoren und Wissenschaftler der Fakultät forschen an der Grenze zwischen Materialien und biologischen Prozessen. Dies wird eines der Hauptthemen des diesjährigen Workshops sein.

Die Biotechnologie ist ein wichtiger Bestandteil verschiedener Strategien mit dem Ziel einer nachhaltigen Produktion. Sie nutzt die biologischen Organismen als „Fabriken“, die verschiedene Produkte zu geringen Kosten, mit geringem Energieverbrauch und unter schonender Nutzung der natürlichen Quellen produzieren können.

Der Workshop bringt Wissenschaftler aus Biologie, Chemie und Physik zusammen, die die wichtigsten Ergebnisse ihrer Studien in den letzten Jahren diskutieren und ein Programm für die Studien in den nächsten Jahren vorbereiten werden. Die Themen des Workshops sind Biobasierte - C1 Gassynthesen, Biotenside und Biopolymere sowie biobasierte Materialien für die Medizin. C1-gasfermentierende Mikroorganismen nutzen naturproduzierte Gase inklusive CO2 als einzige Kohlenstoffquelle, um zelluläre Energie zu erzeugen. Biotenside werden für klassische und neue Anwendungen in verschiedenen Reinigungs-, Hygiene- und Kosmetikprodukten eingesetzt. Biologisch hergestellte Biomaterialien sind für die heutige Medizin als Komponenten für neue Medizinprodukte mit sehr spezifischen Funktionalitäten wichtig.

An dem Workshop werden neben ausgewiesenen Fachleuten auch junge Wissenschaftler teilnehmen. An den Workshop schließt sich ab dem 30. Oktober bis zum 12. November 2019 eine neu organisierte Schule für Studenten und Nachwuchswissenschaftler an. Die Schule enthält Vorlesungen, Tutorials und praktische Experimente. Die Fakultät für Angewandte Chemie befasst sich mit neuen Materialien und Oberflächenmodifikationen, die zur Steuerung der biotechnologischen Prozesse eingesetzt werden können. Das angeschlossenen Lehr- und Forschungszentrum Process Analysis & Technology (PA&T) ist spezialisiert auf die Analyse verschiedener technologischer Prozesse und deren Steuerung.

Das Programm finden Sie hier.