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26.02.2015

"Jetzt stehen uns alle Türen offen"

Erste Absolventen im Studiengang Biomedizinische Wissenschaften

v.l.: Kerstin Frey und Kristin Hauff. Foto: Hochschule/Sonnemann

Isa Sonnemann

Am Ende des Wintersemesters halten die ersten fünf Absolventen aus dem Bachelor-Studiengang Biomedizinische Wissenschaften ihre Abschlusszeugnisse in den Händen. Mit dabei: Kerstin Frey und Kristin Hauff, die über ihre Erfahrungen berichten.

Vor sieben Semestern war der Studiengang mit dem Mix aus Chemie, Materialwissenschaften, Biologie und Medizintechnik an der Fakultät Angewandte Chemie an den Start gegangen. Es war genau diese Mischung, die die Absolventin Kerstin Frey an dem Studiengang gereizt hat: „Ich bin naturwissenschaftlich interessiert, wollte aber weder reine Chemie noch reine Biologie oder Medizin studieren. Da habe ich auf einer Messe von dem neuen Studiengang gehört und habe mich gleich an der Hochschule Reutlingen beworben.“  Auch ihre Kommilitonin Kristin Hauff hatte deutschlandweit nach einem interdisziplinären Studiengang gesucht und war schließlich aus der Nähe von Mainz an die Echaz gezogen. „Ich hatte nur Positives über die Hochschule gehört. Das Studium hier ist sehr praxisbezogen, außerdem werden interessante Forschungsthemen bearbeitet.“

Siebzig Studienplätze stehen pro Jahr zur Verfügung, die über ein hochschulinternes Auswahlverfahren mit persönlichem Auswahlgespräch vergeben werden. Denn der Studiengang ist inzwischen fest etabliert und erreicht besonders zum Wintersemester regelmäßig Spitzenwerte bei den Bewerberzahlen.

Kerstin Frey erzählt rückblickend, dass es jedoch nicht immer einfach war, „Biomedizinstudentin der ersten Stunde“ zu sein: „In der ersten Zeit habe ich mich manchmal überfordert gefühlt. Wir mussten uns wohl alle erst einmal eingewöhnen. Natürlich hat nicht gleich alles beim ersten Anlauf geklappt“, erinnert sie sich. Doch die Hilfsbereitschaft untereinander sei groß gewesen, auch bei den Professoren und Mitarbeitern.

Im Laufe ihres Studiums hat die 23-Jährige gelernt, selbständig und methodisch zu arbeiten. So liegt ihr Schwerpunkt inzwischen auf der Erforschung biokompatibler Oberflächen in der Medizintechnik. Ihre Bachelorarbeit am Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut (NMI) an der Universität Tübingen in Reutlingen beschäftigt sich mit einem neuartigen Polymerbeschichtungssystem für kardiovaskuläre Anwendungen.

Kristin Hauff hat sich ebenfalls schon in ihrer praktischen Studienphase im fünften Semester spezialisiert: Sie betreibt seither Grundlagenforschung im Bereich der Knochenheilung und hat in ihrer Bachelorarbeit an der Universität Heidelberg Wachstumsfaktoren und ihren Einfluss auf Skelettmuskelfasern untersucht.

Was haben beide Absolventinnen nach ihrem Bachelorabschluss vor? „Ich werde auf jeden Fall meinen Master machen, gerne an der Hochschule Reutlingen. Später möchte ich in der Industrie oder einem Forschungsinstitut auf dem Gebiet der Medizintechnik arbeiten. Hier sehe ich gute berufliche Chancen“, erklärt Kerstin Frey. Für Kristin Hauff ist klar: „Mich interessiert besonders die biomedizinische Forschung. Deswegen ist nun zuerst ein Masterabschluss geplant, auch eine Promotion halte ich mir offen.“

Beide sind sich einig, dass ihnen mit ihrem Studium die Türen offen stehen. „Ein Angebot für eine Masterthesis in meiner Arbeitsgruppe in Heidelberg habe ich jedenfalls bereits in der Tasche“, verrät Kristin Hauff.