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Neuer Professor der Fakultät Angewandte Chemie


Prof. Dr. Andreas Kandelbauer (36) trat im Oktober 2009 die Professur für das Lehrgebiet „Anorganische Chemie, Oberflächen- und Grenzflächenchemie/Verbundwerkstoffe“ in der Fakultät Angewandte Chemie, Hochschule Reutlingen, an. Andreas Kandelbauer ist Österreicher und studierte an der Technischen Universität Graz (TUG) „Allgemeine Technische Chemie“ mit den Schwerpunkten Organische und Bioorganische Chemie. 2003 promovierte er am Institut für Umweltmikrobiologie der TUG über die Anwendung von Pilzenzymen in der Textilindustrie. Dabei absolvierte er mehrere Forschungsaufenthalte im Ausland (Finnland, Schweden und Frankreich).

Von 2002 bis 2005 war er in der Abteilung für Angewandte Forschung der FunderMax GmbH als Projektleiter für Fragestellungen in den Bereichen Verbundwerkstoffe und Beschichtungstechnologie verantwortlich. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der chemischen Technologie hinter der Herstellung von dekorativen Schichtstoffen für die Bau- und Möbelindustrie. Danach wechselte er zur Kompetenzzentrum Holz GmbH und übernahm bis 2006 die stellvertretende Bereichsleitung des Standortes „Naturfaserverbundwerkstoffe und Wissensbasierte Produktion“ in St. Veit an der Glan, Österreich. Von 2006 bis 2009 war er anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität für Bodenkultur in Wien angestellt und im Rahmen dieser Tätigkeit als Key Researcher des WOOD Carinthian Competence Center (W3C) für den Forschungsbereich „Oberfläche“ verantwortlich.Dr. Kandelbauer hat die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten in ca. 80 wissenschaftlichen Publikationen in Peer Reviewed Journals, Fachbüchern, Patenten und Konferenzbänden sowie zahlreichen internationalen Vorträgen veröffentlicht.

Er wird in seiner Antrittsvorlesung am 22. April 2010, ab 18:00 Uhr zum Thema   „Biotechnologische Verfahren und Bio-basierte Materialien“ einen kurzen Überblick über einige seiner bisherigen wissenschaftlichen Forschungsarbeiten geben. Nach der Darstellung einiger biotechnologischer Verfahren mit ganz unterschiedlichen Enzymen wird dabei insbesondere auf Anwendungen von so genannten Pilz-Laccasen in der Verarbeitung und Modifikation von ligno-zellulosen Materialien auf Basis nachwachsender Rohstoffe, wie etwa Holz eingegangen. Von der so genannten „White Biotechnology“ versprechen sich deren wissenschaftliche Protagonisten eine massive Verbesserung der derzeitigen Produktionsverhältnisse in verschiedenen Produktionsbereichen. Neben der Nutzung von nachwachsenden Ressourcen verspricht man sich von der Verwendung von Biokatalysatoren einen allmählichen Übergang zu einer umweltfreundlicheren, nachhaltiger arbeitenden Industrie.

Kontakt für Rückfragen:

Prof. Dr. Andreas Kandelbauer

Tel.: 07121/ 271-2009

E-Mail: Andreas.Kandelbauer‎@‏‏reutlingen-university.de